Short Film Meeting Mannheim-Beyoğlu
\\ Am 18. September findet das 2. Short Film Meeting Mannheim-Beyoğlu in der Kunsthalle Mannheim statt, ein partnerstädtisches Projekt, das letztes Jahr mit dem Stadtteil Istanbul-Beyoğlu ins Leben gerufen wurde. Gastgeber ist diesmal die Stadt Mannheim, vertreten durch Kulturamt, FilmCommission MRN, dtw und Kunsthalle.
Fünf ausgesuchte Filmemacher aus der MRN treffen auf den filmischen Nachwuchs der Metropole am Bosporus. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres ist ein überaus spannendes und abwechslungsreiches Programm zu erwarten.
Die Mannheimer Seite präsentiert den Zuschauern ein buntes und vielfältiges Kurzfilmprogramm, das die Genres Komödie, Kunstfilm, Animation und Drama abdeckt, wovon zwei Filme sogar Premieren sind. Was die türkische Seite zu bieten hat ist noch ein Geheimnis; garantiert ist auch hier ein hochwertiges Programm zu erwarten. Nicht zuletzt liegt in einer von Beyoglus Strassen, der „Yesilcam“, die Wiege des türkischen Films.
Schon die Veranstaltung vor einem Jahr hat gezeigt, dass Kurzfilm viel mehr als nur pure Unterhaltung ist, sondern sich eben auch als Kulturträger versteht. Da dieses Medium selten an Konventionen gebunden ist, bietet es Freiraum, kontroverse Themen aufzugreifen, zu provozieren, Jugendkultur abzubilden oder eben einfach doch nur zu unterhalten.
„Wir versuchen Brücken zu schaffen, die man andernorts vergeblich sucht. Dem zugrunde liegt die Neugierde, voneinander und miteinander zu lernen und zu entdecken. Daher gibt es ein gemeinsames Programm mit Workshop für die Filmemacher und idealerweise würde ein neues Filmprojekt aus dem Austausch entstehen“, wünscht sich FilmCommissioner Ackermann.
Alle Filmemacher werden übrigens im Anschluss an die Vorführung für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung stehen. Das Publikum wählt jeweils einen türkischen und einen deutschen Gewinner. Beide gewinnen einen Flug ins jeweils andere Land mit Teilnahme am Mannheimer ClipAward Kurzfilmfestival nächstes Jahr im März für den türkischen Preisträger und einen Flug zum internationalen Shortfilm Festival Istanbul für den Preisträger aus der MRN. Organisiert wurden die Preise von Kanber Altintas vom dtw-Mannheim-Beyoglu Community, der auch Festivaldirektor des Mannheimer TürkFilmFestivali im Oktober ist.
Das Shortfilm Meeting Manheim-Beyoglu ist quasi schon der Prolog für die Feierlichkeiten im Oktober, wenn der Freundschaftsvertrag zwischen Mannheim und Beyoglu unterzeichnet wird.
2. SHORT FILM MEETING Mannheim-Beyoğlu
18. September 2011 | ab 17 Uhr
Kunsthalle Mannheim
Eintritt frei!
WIE ALLES BEGANN
„Bühne Beyoglu“ hieß eines der Kulturhauptstadt-Projekte Istanbuls 2010.
Alle Länder mit Konsulat in Beyoglu waren dazu aufgerufen, sich am gemeinsamen Programm zu beteiligen. Mannheim, das schon länger freundschaftliche Verbindungen nach Beyoglu unterhält, beteiligte sich mit einer ganzen Delegation von Kreativen und Projekten.
Eines dieser Projekte war das 1. Shortfilm-Meeting Beyoglu-Mannheim, das von der FilmCommission MRN und dem deutsch-türkischen Wirtschaftszentrum Mannheim (dtw) initiiert wurde. Dafür flogen fünf Filmemacher aus Mannheim mit ihren türkisch untertitelten Kurzfilmen im Gepäck für drei Tage nach Istanbul, wo sie von fünf türkischen Gleichgesinnten empfangen wurden. Während sie sich intensiv über das Medium Kurzfilm austauschten, erkundeten sie gemeinsam Sehenswürdigkeiten, Museen und natürlich auch Filmkulissen der Weltmetropole.
Ziel war es, Filme und deren Macher aus zwei Kulturkreisen zusammen zu bringen und bei einer gemeinsamen Werkschau die filmischen Arbeitsweisen des Nachwuchses beider Städte zu bestaunen und zu diskutieren.
Als Veranstaltungsort hatte Gastgeber Beyoglu das „Istanbul Modern“ ausgesucht. Das Museum am Ufer des Bosporus gehört zu den schönsten und größten der Metropole und ist das einzige Museum für zeitgenössische Kunst in der Türkei. Hier liefen zehn deutsche und türkische Kurzfilme aufeinanderfolgend vor gut gefüllten Reihen, im hauseigenen, mondänen Kinosaal.
Das Publikum war vom bunten und unterschiedlichen Programm so beeindruckt, dass es noch Stunden nach Schließung des Museums mit den Filmemachern über das Gesehene kontrovers diskutierte.
„Kurzfilm ist ein starkes Medium, das den Filmemachern losgelöst von den Konventionen eines Langfilms unendlich viele Optionen lässt, Themen und Inhalte auf unterschiedlichste kreative Arten umzusetzen. Die Filme im Kontext der unterschiedlichen Kulturkreise der Filmemacher erzeugten eine magische Atmosphäre, die die Zuschauer fesselte und berührte. So war es für beide Seiten klar, dass dieser Austausch fortgeführt werden muss.“ so Michael Ackermann, Projektleiter der FilmCommission MRN.
Das Projekt wird gefördert durch